Sep 08

Chilisamen


Chilisamen und viel Wissenswertes rund um die Schärfe

Chili, Paprika und Peperoni sind einfach perfekt dafür geeignet, um Speisen einfach aber effektiv mehr Schärfe und Geschmacksintensität zu verleihen. Wer in der Küche häufig Chili verwendet, hat es einfacher, wenn er beim Kochen eine Chili-Pflanze auf der Fensterbank stehen hat – so lässt es sich nach Herzenslust und je nach Bedarf einfach ernten und genießen. Im Übrigen lassen sich Chili-Pflanzen mit den entsprechenden Chili-Samen auch ganz einfach selber großziehen. Das macht Spaß und bringt echte Erfolgserlebnisse mit sich, denn natürlich schmecken Chilis aus eigenem Anbau gleich nochmal so gut wie die aus dem Laden. Außerdem weiß man, woher die Pflanze stammt und dass sie im Zweifelsfall nicht womöglich irgendwie chemisch behandelt wurde. Mit dem enstprechenden Saatgut und dem passenden Zubehör wie Anzuchterde, Dünger, Töpfen, Schalen und bei Bedarf auch einem Zimmergewächshaus wird das Gärtnern sozusagen zum Kinderspiel. Also: Ran ans Chili-Samenkorn und los geht´s mit dem Aussäen – die wenigen Mühen, die dabei entstehen, werden mit der ersten Ernte mehr als entschädigt!

Was tun gegen die Schärfe? Nicht jeder findet einen extremen Schärfegrad im Mund besonders angenehm. Der eine mag es lieber mild-scharf, der andere richtiggehend feurig-hot. Doch was hilft auf die Schnelle, wenn es doch einmal ein bisschen zu scharf geworden ist? Eins steht fest: auf jeden Fall schon mal kein Wasser! Auch wenn der erste und naheliegendste Gedanke der ist, dass man mit Waser doch vielleicht das Brennen „löschen“ könnte – weit gefehlt. Ganz im Gegenteil – Wasser hilft nur dabei, die Schärfe im Mund gleichmäßig zu verteilen, lindert sie aber keineswegs. Wirklich Abhilfe jedoch schafft ein Glas Milch oder Limonade. Chili-Forscher haben sogar ganz aktuell eine Neuigkeit entdeckt, die wohl am allerbesten gegen die Schärfe im Mund helfen soll: ungetoastetes Toastbrot mit Mascarpone soll die ideale Lösung sein. Wenn diese beiden Zutaten im Haus sind, lohnt sich der Versuch doch allemal. Woher genau kommt eigentlich die Schärfe? Der Reiz von Chili-Schoten liegt ganz eindeutig in ihrer Schärfe.

Aber woher kommt diese eigentlich? Und was hat sich Mutter Natur dabei gedacht, dass sie ausgerechnet diese Pflanzen mit einer besondere Schärfe bedacht hat? Ganz klar: viele Pflanzen verfügen über eine Art Abwehrmechanismus, man denke nur an den Kaktus oder an die Rose mit ihren spitzen Stacheln. Die meist rote Chilischote schützt sich vor ihren Feinden ganz einfach durch ihre ureigene Schärfe. Und diese wiederum kommt zustande durch das in der Chilischote enthaltene Capsaicin. Aber nicht nur das, sondern noch eine Vielzahl von anderen chemischen Elementen trägt Sorge dafür, dass die Chilischote so scharf ist. Im Übrigen lässt sich die Schärfe von Chilischoten, also genauer gesagt das Capsaicin, weder durch Kochen noch durch Einfrieren verringern oder entfernen. Allerdings ist es meistens schon sehr hilfreich, wenn man vor der Zubereitung die Kerne mitsamt den Häutchen der Chilischote entfernt, denn in ihnen steckt am meisten Schärfe. Weiterhin unterscheidet man Chilis nach ihren Schärfegraden – je mehr Capsaicin enthalten ist, desto schärfer die Schote – eigentlich logisch. Auf diese Art und Weise hat man durch spezielle Züchtungen die Paprikaschote gänzlich von ihrer Schärfe befreit, indem man einfach das Capsaicin quasi „weggezüchtet“ hat.


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